Feuerwehr

FFWNach heutigem Sachstand wird es mit der BfR keine Einzellösung „Neues Feuerwehrhaus Söllingen" geben. Die mittel- und langfristige Entwicklung der FFW Rheinmünster wird dezentral nicht möglich sein und ein neues Feuerwehrhaus in Söllingen nur für Söllingen würde neue Wege auf Jahre hinaus blockieren.

Das heutige Feuerwehrgerätehaus in Söllingen ist eine Zumutung für die dort tätigen Feuerwehrangehörigen. Fakt ist auch, dass eine mittelfristige und langfristige Lösung nur von zentraler Natur sein kann. Jeder, der dies nicht glaubt verschließt die Augen vor der Realität.

Es geht nicht darum Geld zu sparen. Es geht darum, die Sicherheit der Gemeinde zusammen mit einer schlagfertigen Feuerwehr zu gewährleisten. Bereits heute ist sichtbar, dass die dezentrale Struktur der FFW Rheinmünster mit vier einzelnen Standorten an seine Grenzen kommt, weil das notwendige Einsatzpersonal fehlt.

Auch Rheinmünster kämpft mit der Bevölkerungsentwicklung. Unsere Vereine stehen gegenseitig im Wettbewerb und werben um unsere Jugendlichen. Fussballvereine schließen sich zu Spielgemeinschaften zusammen, Chöre agieren Ortsteil übergreifend und Musikvereine bilden ihren Nachwuchs gemeinsam aus. Dies sind nur einige Beispiele, wie auch Rheinmünster den demographischen Wandel spürt. Nachwuchs ist ein wertvolles Gut geworden.

Warum sollte es bei der Feuerwehr anders sein? Trotz einer nachweislich hervorragenden Jugendarbeit stößt auch die Feuerwehr an die natürlichen  Grenzen in der Nachwuchsarbeit.

Ein paar Zahlen, die diese Entwicklung dramatisch untermalen:

  • Die Anzahl der betreuten Kinder in allen Kindergärten von Rheinmünster sank im Zeitraum von 2005 bis 2011 von 247 auf 172.
  • Die Anzahl der betreuten Kinder im Kindergarten Söllingen sank im gleichen Zeitraum von 63 auf 31.

(Zahlen bereinigt um die Betreuung "Unter-Dreijähriger")

Bei der Feuerwehr erschweren zusätzlich neue Lebensweisen, Unabkömmlichkeiten im Beruf und Arbeitsplätze in einem weiten Umkreis um Rheinmünster die Tagesverfügbarkeit. 

Mit der Kenntnis aller dieser Fakten und der Tatsache, dass die Tageseinsatzfähigkeit einzelner Abteilungen der Feuerwehr bereits heute zum Teil nur knapp gewährleistet werden kann, muss man kein Prophet sein; um die Zukunft vorauszusagen.